Infinity Vorstellung Teil 3

Infinity Systemvorstellung Teil 3

Ein etwas genauerer Blick in die Spielmechanik

Jetzt kommen wir also zu dem Punkt, an dem sich die Spreu vom Weizen trennt und Infinity erst richtig zu Glänzen beginnt.

Die grundlegenden Mechaniken sind die Gleichen wie bei allen anderen Tabletopsystemen. Entfernungen und Reichweiten sind durch die Profile vorbestimmt und werden auf dem Spielfeld mit einem Maßband abgemessen. In Infinity kann man entweder mit Zoll oder cm spielen, man sollte sich mit dem Gegner nur auf eine Maßeinheit einigen, ansonsten hat der Zoll-Spieler Vorteile gegenüber demjenigen der cm abmisst.(auf kurze Entfernungen decken sich die Angaben ziemlich gut, aber alles über 50 cm führt dann doch schon zu gravierend Abweichungen die spielentscheidend sein können)

Die entsprechenden Aktionen werden dann wie üblich ausgewürfelt. Hier kommt allerdings der erste Unterschied zu den meisten anderen Systemen zum tragen: In Infinity würfelt man mit einem 20-seitigen Würfel (W20). Diese müssen bei einem Einstieg in das System meist hinzugekauft werden, wenn man sie nicht bereits besitzt. (Ja Rollenspieler, ich meine Euch!). Benötigt werden lediglich eine Handvoll Würfel, mit 5 W20 kommt man durch jedes Spiel ohne Probleme. Mehr Würfel werden selten für eine Aktion benötigt.

Die Würfe

Werfen wir einen Blick auf die Würfe die einem im Spiel begegnen können. Grundsätzlich ist zu sagen, dass in den Meisten Fällen versucht wird niedriger oder gleich einem Wert zu Würfeln.

Dies kann man gut an einem einfachen Wurf zeigen:

Spieler A schießt der Miniatur von Spieler B in den Rücken. Da Spieler B keine ARB außer Umdrehen hat, wirft Spieler A einen einfachen Wurf auf seinen BF-Profilwert von 11.
Spieler A schießt mit einem Kombigewehr (Salvenkapazität von 3 Schuss = 3 Würfel) und würfelt eine 1, 11 und 15
Die 15 liegt über dem Wert von 11 und ist somit ein verfehlter Schuss, die 1 ist ein normaler Erfolg (bei einem vergleichenden Wurf wäre er wschl. negiert worden) und die 11 ist ein kritischer Erfolg.
Die Miniatur von Spieler B erleidet also eine automatische Wunde ohne Rüstungswurf (der kritische Erfolg negiert die Rüstung) und darf einen Rüstungswurf für die 1 ablegen. Mit einer Stärke von 13 des Kombigewehrs und dem Rüstungswert von 1 muss er jetzt eine 13 oder höher in einem einfachen Wurf würfeln. (Anm: der Rüstungswurf ist eine Ausnahme bei den Würfen. Hier wird versucht mithilfe des Wurfergebnisses + Deckungsbonus + Rüstungswert der Miniatur über die Stärke der Waffe zu würfeln!).
Spieler B würfelt eine 15 und hat somit seinen Rüstungswurf geschafft, verliert aber trotzdem 1 Leben bei seiner Miniatur.

Sollte ein gleiches Ergebnis auftreten gewinnt der Spieler mit dem höheren zu würfelnden Wert. (Beide Spieler würfeln eine 10, Spieler A hat einen BF von 11 und verliert den vergleichenden Wurf, weil Spieler B einen BF von 12 hat)
Sind auch diese Werte gleich, so gilt der Wurf als unentschieden und keiner gewinnt, es gibt keine Wunden.

Das Treffen des genauen erforderten Wertes wird kritischer Erfolg genannt (oder einfach nur “crit“) und ist eine Besonderheit. Ein kritischer Wurf ist eine automatische Wunde und gewinnt auch bei einem vergleichenden Wurf gegen Erfolge des Gegners mit einem höheren Wurfergebnis. (Crit von 2 siegt immernoch gegen einen Erfolg von 5, 8,10 bei einem BF des Gegners von 11)
Ein kritischer Wurf kann nur durch einen gegnerischen kritischen Wurf mit höherem Ergebnis negiert werden!

Das Prinzip des vergleichenden Wurfes wurde ja schon in Teil 1 der Systemvorstellung erklärt. (s. unten für Links zu den ersten beiden Teilen)

Lass mich den Wurf modifizieren!

Alles was ich bisher erklärt habe macht Infinity noch nicht zu einem besonders spannenden Spiel. Das Prinzip der vergleichenden Würfe gibt einem Spieler selbstverständlich die Möglichkeit im reaktiven Zug zu agieren. (Was durchaus eine sehr sinnvolle und taktisch ausnutzbare Spielidee ist die viel Spaß bedeutet!) Allerdings ist der Spieler hier wie bei vielen Spielen immernoch dem Diktat des Zufalls unterworfen!

Dies änder sich mit der wirklich genialen Möglichkeit, seine Würfe zu modifizieren. Hier kommt nämlich die wirkliche Taktik und Tragweite des Unterschiedes von Infinity zu anderen Systemen wie 40k zu Tage!

Bei Infinity gibt es nämlich verschiedene Effekte, die einen Würfelwurf modifizieren können.

  • Der einfachste Modifikator ist wohl die Deckung. Die Deckung gibt einen -3 Modifikator für den Gegner der auf eine Miniatur in Deckung schießt. Wenn Spieler A in Deckung steht und Spieler B auf ihn ohne Deckung schießt wird der BF von Spieler B um -3 modifiziert. Mit einem BF von 11, würde er jetzt nurnoch auf die 8 treffen, während Spieler A seinen Wurf ohne Modifikator durchführen kann. Zusätzlich gibt Deckung +3 zum Rüstungswurf hinzu.
  • Jede Waffe bei Infinity erhält Reichweitenmodifikatoren. (Wenn man es sich genau überlegt ist es auch unmöglich, dass eine Waffe auf jede beliebige Reichweite gleich genau trifft!). Diese Reichweiten sind in kurz, mittel, lang und maximal unterteilt. Je nach Waffentyp liegt die optimale Reichweite in einem dieser Bereiche, meistens bei mittel, manchmal dazu auch noch bei kurz.  Die optimale Waffenreichweite gibt einen Bonus von +3 auf den BF des Schützen. Die Entfernungsmodifikatoren für lang und maximal sind -3 und -6. Es ist also unerlässlich seinen Schützen in die optimale Waffenreichweite zu bringen um die Vorteile zu nutzen! Im Gegenzug versucht man gleichzeitig seinem Gegner negative Modifikatoren aufzubrummen um die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs noch weiter auf die eigene Seite zu holen.
  • Zusätzlich ergeben besondere Fähigkeiten wie Tarnung und optische Störsensoren negative Modifikatoren gegen Beschuss, während Multispektralvisoren diese wieder negieren.

Wie man also sehen kann, ist man bei Infinity seines eigenen Glückes Schmied. Man versucht die eigenen Vorteile zu nutzen und dem Gegner Nachteile zu bescheren. Ein guter Spieler kann so Situationen kreieren indem ihm der Erfolg fast schon sicher ist und der Gegner kaum eine Chance hat einen vergleichenden Wurf zu gewinnen.

Das klingt jetzt sehr danach, dass der aktive Spieler alle Trümpfe in der Hand hat.  Dies ist aber durchaus nicht der Fall, denn es gibt auch ein paar Tricks mit denen man den Vorteil als Reaktiver Spieler auf seiner Seite hat!

Weiter geht es mit Teil 4

Zur Erinnerung, hier die Teile 1 und 2 der Artikelreihe:

http://tabletop-tutorials.de/systemvorstellung/infinity-vorstellung-teil-1

http://tabletop-tutorials.de/news/infinity-vorstellung-teil-2

 

Zusätzlich noch der Link zum KuTaMi-Shop, falls ihr Euch mal unter den Modellen umschauen wollt. (Die übrigens umwerfend aussehen!)

http://www.kutami.de/Infinity-Tabletop

hübsche Bilder gibt es auch auf der Infinity-Homepage (Einheitenbeschreibungen sind allerdings in Englisch verfasst)

http://www.infinitythegame.com/infinity/en/facciones/

Eine erste Fraktionsbeschreibung folgt heute Nachmittag und wird gesondert behandelt!

Über Hunter2k3

Ich bin seit 2010 begeisterter Hobbyist und habe mich seit Anfang an mit den Gerüchten beschäftigt. Mittlerweile kenne ich zu viele Gerüchteseiten und schaue eigentlich täglich ob es etwas Neues gibt. Jetzt möchte ich Euch daran teilhaben lassen, für Diejenigen unter Euch die nicht die Zeit oder Lust haben alle möglichen Seiten abzuklappern.