Infinity Vorstellung Teil 1

 

Infinity Systemvorstellung Teil 1

 

Was ist Infinity?

Infinity ist ein Tabletopspiel im 28mm Maßstab. Dabei treffen kleinere Kommandotrupps der Kontrahenten auf dem Spielfeld aufeinander. Typischerweise besteht eine „Armee“ bei Infinity aus einer Kampfgruppe mit bis zu 10 Modellen, bei größeren Spielen können es aber auch mehr als 10 Figuren pro Seite sein.

Der spezielle Reiz bei Infinity liegt dabei auf den einzelnen Figuren. Jede Miniatur ist auf dem Spielfeld wichtig und kann spielentscheidend sein. Noch mehr als bei anderen Tabletopspielen spielen hier Position, Bewaffnung und besondere Fertigkeiten eine taktische Rolle. Der Elitesoldat ist seine Punkte nun Mal nicht wert, wenn er schlecht steht und den Feind nich entsprechend angehen kann! Ein Modell der Linieninfanterie kann in einer Schlüsselposition deutlich mehr Schaden anrichten.

Gebt mir Befehle!

Bei Infinity wird jede Miniatur einzeln bewegt und abgehandelt. Dabei gibt es keine feste Zugabfolge wie in vielen anderen Spielsystemen. Jede Miniatur generiert pro Zug einen Befehl, der in einen Befehlspool wandert, aus dem der Spieler sich bedienen kann. Mithilfe dieser Befehle werden die einzelnen Miniaturen aktiviert und mit ihnen Aktionen durchgeführt.
Es gibt keine Vorschriften wie oft man eine Miniatur maximal aktivieren darf. Man könnte also mit allen Befehlen eine Miniatur quer über das Spielfeld wandern lassen und mit ihr Tod und Verderben bringen. (Wenn sie nicht vorher vom Gegner abgeschossen wird, dazu aber gleich mehr!). Die einzige Ausnahme macht hier der spezielle Leutnantbefehl, der nur für besondere Aktionen allgemein benutzt werden kann, ansonsten darf mit diesem Befehl nur der Leutnant aktiviert werden.

Auch wenn dies jetzt nach einer komplett anderen Spielmechanik klingt, kann ich die 40k-Spieler dort draußen beruhigen. Oftmals wird mit einem Befehl nichts anderes gemacht als Bewegen und Schießen, wie man es aus so vielen anderen Tabletop-Systemen kennt. Es gibt allerdings viel mehr Möglichkeiten als seine Miniatur nach vorne zu bewegen und die maximalen Schuss aus seiner Waffe herauszupusten. Ein kleiner Auszug der vielen Möglichkeiten einen Befehl zu verwenden:

  • Klettern, Springen, Schwimmen, Hinlegen
  • Schüssen Ausweichen
  • einen Sperrfeuerkorridor legen
  • Minen legen
  • feindliche Einheiten hacken
  • Granaten werfen (Sprenggranaten, Rauchgranaten, Blendgranaten, E/M-Granaten)
  • und und und …

Aktiv, Inaktiv, Egal! It’s Always your turn!

Die wahre Genialität des Regelwerks liegt aber in den Möglichkeiten des Reagierenden Spielers, man nennt dies auch den „Reaktiven Zug“. Anstatt sich wie bei 40k beschießen zu lassen und Rüstungswürfe zu verpatzen um danach zu sterben, nehmen bei Infinity, die Miniaturen ihre Waffen in die Hand und reagieren auf Feindbeschuss!

Während man bei 40k im Zug des Gegners stillschweigend zur Inaktivität gezwungen ist, kann man bei Infinity erst so richtig aufleben. Hier werden Sichtlinien der einzelnen Miniaturen ständig geprüft und ein Feuergefecht jagt das Näcshte.

Dies spiegelt sich auch in den Würfelwürfen nieder. Während man bei vielen anderen Systemen abwechselnd wirft, werfen die Spieler bei Infinity ihre Würfel vergleichend um festzustellen wer das Feuergefecht gewonnen hat. Dabei siegt, wer den höheren erfolgreichen Wurf gewürfelt hat.
Bei Infinity werden W20 eingesetzt, jeder Spieler braucht ungefähr 5 davon (und keinen Eimer voll…). Dabei werden Würfe auf Attribute des Profils ausgeführt (bei Schießen auf die Ballistische Fertigkeigt, etc.). Ein Wurf gilt als bestanden, wenn der angegebene Wert gleich oder niedriger erwürfelt wird.
Im sogenannten Vergleichenden Wurf (oder auch engl.: Face to Face/FtF) werfen beide Spieler ihre Würfel. Höhere erfolgreiche Würfe negieren niedrigere Würfe des Gegners.

Als Beispiel: Spieler A schießt 3 Schuss auf Spieler B, der mit 1 Schuss antwortet. Spieler A darf höchstens eine 12 Würfeln, Spieler B eine 13. Spieler A würfelt eine 1, 8, 18, während Spieler B eine 7 würfelt. Die 18 von Spieler A ist fehlgeschlagen und die 1 wird durch die 7 von Gegner B negiert. Es hat also Spieler A das Feuergefecht mit einem Würfel gewonnen und Spieler B erleidet eine Wunde gegen die er jetzt seinen Rüstungswurf ablegen kann.

Im Spiel ist es oft ratsam einen vergleichenden Wurf zu erzwingen, in welcher Form dieser abgehandelt wird ist aber jedem Selbst überlassen, wichtig ist nur die Möglichkeit Würfe des Gegners zu negieren.

Das letzte Wort

Und zuletzt ein riesiger Vorteil von Infinity gegenüber vielen anderen Systemen: Die Regeln sind kostenlos!!! (Siehe weiter unten die Links zu den deutschen Regeln). Man kann sich also erst ausgiebig in das Regelwerk einlesen und möglicherweise ein paar Testspiele machen, bevor man sich endgültig entscheidet mit Infinity anzufangen.

Weiter geht es in Teil 2 mit dem Hintergrund von Infinity und dem ersten Teil der Fraktionsübersicht.

 

Zum Teil 2 geht es hier weiter: http://tabletop-tutorials.de/systemvorstellung/infinity-vorstellung-teil-2

Wen jetzt schon das Interesse gepackt hat kann sich auf folgenden Seiten umschauen:

Offizielle, internationale Infinity Homepage

Offizielle, deutsche Infinity Homepage

Webshop KuTaMi, Teilbereich Infinity

Deutsche Regeln als Download

 

Über Hunter2k3

Ich bin seit 2010 begeisterter Hobbyist und habe mich seit Anfang an mit den Gerüchten beschäftigt. Mittlerweile kenne ich zu viele Gerüchteseiten und schaue eigentlich täglich ob es etwas Neues gibt. Jetzt möchte ich Euch daran teilhaben lassen, für Diejenigen unter Euch die nicht die Zeit oder Lust haben alle möglichen Seiten abzuklappern.